Allgemeine Geschäftsbedingungen
Release-Gate: Diese Fassung ist technisch vollständig eingebunden, muss aber vor der Production-Aktivierung extern juristisch freigegeben werden.
1. Geltungsbereich und Vertragspartner
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln die Nutzung von DealFlow Schweiz sowie den Erwerb und die Verlängerung kostenpflichtiger Mitgliedschaften. Vertragspartnerin ist Lengacher & Partner GmbH, Ritterstrasse 16, 6014 Luzern, Schweiz.
DealFlow Schweiz richtet sich an Unternehmen, professionelle Marktteilnehmer, Investoren sowie Personen, die im Zusammenhang mit einer beruflichen, unternehmerischen oder investitionsbezogenen Tätigkeit handeln. Abweichende Bedingungen eines Mitglieds gelten nur, wenn sie schriftlich bestätigt wurden.
2. Leistungsgegenstand
DealFlow Schweiz bietet einen geschützten digitalen Zugang zu anonymisierten Opportunitäten, Such- und Fundraising-Profilen, strukturierten Vorqualifikationen, NDA-Prozessen, Benachrichtigungen und zeitlich begrenzten Dataroom-Freigaben. Umfang und Funktionen richten sich nach dem gewählten Plan.
Es besteht kein Anspruch auf eine bestimmte Anzahl, Qualität oder wirtschaftliche Eignung von Deals, Matches, Kontakten oder Finanzierungen. Eine Mitgliedschaft garantiert weder einen Vertragsabschluss noch einen Investitions-, Finanzierungs-, Kauf- oder Verkaufserfolg.
3. Registrierung, Identität und Zugangssicherheit
Mitglieder müssen vollständige und richtige Angaben machen, Zugangsdaten geheim halten und die vorgeschriebene Mehrfaktor-Authentifizierung verwenden. Konten sind persönlich und dürfen ohne schriftliche Zustimmung nicht geteilt oder übertragen werden.
Verdächtige Zugriffe, Verlust eines Authentifizierungsgeräts oder eine mögliche Kompromittierung sind unverzüglich zu melden. DealFlow Schweiz darf Zugänge zum Schutz von Mitgliedern, Daten oder Plattform vorübergehend sperren.
4. Vertragsschluss und AGB-Nachweis
Vor Abschluss einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft werden Plan, Preis, Abrechnungsintervall, automatische Verlängerung und die gültige AGB-Version angezeigt. Der Vertrag kommt zustande, wenn das Mitglied im Stripe-Checkout die AGB akzeptiert und die erste Zahlung erfolgreich bestätigt wird.
Die akzeptierte AGB-Version, ihr kryptografischer Hash, der Annahmezeitpunkt und die zugehörige Stripe-Transaktion werden revisionsfähig protokolliert. Nach erfolgreicher Zahlung erhält das Mitglied eine Zahlungsbestätigung und die vollständige akzeptierte AGB-Fassung per E-Mail.
5. Pläne, Preise und Steuern
Es gelten die im Checkout angezeigten Preise in Schweizer Franken. Soweit gesetzlich geschuldet, werden anwendbare Steuern oder Abgaben im Checkout oder auf der Rechnung ausgewiesen. Preisänderungen gelten nicht rückwirkend für bereits bezahlte Abrechnungsperioden.
Funktionsumfang, Sichtbarkeit und Freigaben können je nach Starter-, Investor- oder Professional-Plan unterschiedlich sein. Einzelne Inhalte bleiben unabhängig vom Plan einer manuellen Prüfung, einem NDA oder einer separaten Dataroom-Freigabe vorbehalten.
6. Zahlung und Zahlungsbestätigung
Zahlungen werden über Stripe verarbeitet. Das Mitglied ermächtigt Stripe und DealFlow Schweiz, die im Checkout angegebene Zahlungsmethode für die erste und die wiederkehrenden Zahlungen gemäss Abrechnungsintervall zu belasten.
Nach jeder erfolgreich verbuchten Zahlung wird eine Zahlungsbestätigung per E-Mail versendet. Die von Stripe bereitgestellte Rechnung oder Zahlungsbeleg bleibt zusätzlich über den in der E-Mail enthaltenen Stripe-Link beziehungsweise das Kundenportal abrufbar.
7. Laufzeit, automatische Verlängerung und Erinnerungen
Die Mitgliedschaft läuft für das im Checkout angegebene Abrechnungsintervall und verlängert sich automatisch um ein weiteres gleiches Intervall, sofern sie nicht vor dem nächsten Verlängerungszeitpunkt gekündigt wird.
DealFlow Schweiz informiert vor einer bevorstehenden wiederkehrenden Belastung per E-Mail, soweit Stripe ein entsprechendes Ereignis bereitstellt. Die Nachricht nennt den voraussichtlichen Betrag, den Verlängerungszeitpunkt und den Zugang zur Abo-Verwaltung. Der im Stripe-Kundenportal angezeigte Termin ist massgebend.
8. Kündigung und Ende der Mitgliedschaft
Eine Mitgliedschaft kann im Stripe-Kundenportal zum Ende der laufenden bezahlten Periode gekündigt werden. Die Kündigung muss vor der nächsten Belastung abgeschlossen sein. Bereits bezahlte Perioden werden grundsätzlich nicht anteilig zurückerstattet, soweit zwingendes Recht nichts anderes vorsieht.
Nach Wirksamwerden der Kündigung endet der kostenpflichtige Zugriff. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten, bereits erteilte NDA-Pflichten und Bestimmungen, die ihrem Zweck nach fortgelten, bleiben unberührt.
9. Fehlgeschlagene und überfällige Zahlungen
Schlägt eine Zahlung fehl oder ist eine zusätzliche Authentifizierung erforderlich, wird das Mitglied per E-Mail informiert. Zahlungsmittel oder Authentifizierung sind unverzüglich und spätestens vor dem in der Nachricht oder im Stripe-Kundenportal genannten nächsten Versuch zu aktualisieren.
Bei ausstehender Zahlung kann der Zugriff bis zur vollständigen Begleichung eingeschränkt werden. Nach erfolgloser Zahlungswiederholung darf die Mitgliedschaft beendet werden. Weitergehende gesetzliche Ansprüche bleiben vorbehalten.
10. Rückerstattungen, Beanstandungen und Rückbelastungen
Beanstandungen einer Belastung sind innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Zahlungsbestätigung an die angegebene Kontaktadresse zu richten. Ein Anspruch auf Rückerstattung besteht nur bei fehlerhafter Doppelbelastung, nachweisbarer Fehlfunktion mit wesentlicher Leistungsauswirkung oder aufgrund zwingenden Rechts.
Vor einer Rückbelastung soll DealFlow Schweiz kontaktiert werden, damit technische oder buchhalterische Fehler geprüft werden können. Unberechtigte Rückbelastungen können zur vorübergehenden Sperrung des Zugangs führen.
11. Vertraulichkeit, NDA und Dataroom
Nicht öffentliche Deal-, Unternehmens-, Kontakt-, Finanz- und Dataroom-Informationen sind vertraulich zu behandeln und dürfen ausschliesslich für den freigegebenen Zweck verwendet werden. Weitergabe, Vervielfältigung oder Umgehung von Freigabestufen ist untersagt.
Spezifische NDA-Bedingungen gehen diesen AGB für den jeweiligen Vorgang vor. Dataroom-Zugriffe sind persönlich, protokolliert, zeitlich begrenzt und können bei Sicherheits- oder Vertraulichkeitsrisiken widerrufen werden.
12. Pflichten der Mitglieder
Mitglieder dürfen nur rechtmässige, sachlich richtige und nicht irreführende Inhalte einreichen. Rechte Dritter, Datenschutz, Marktmissbrauchs-, Geldwäscherei-, Sanktions- und sonstige anwendbare Vorschriften sind einzuhalten.
Automatisiertes Auslesen, Umgehen technischer Schutzmassnahmen, Weiterverkauf von Daten, Kontaktaufnahme ausserhalb freigegebener Prozesse sowie Nutzung für Spam oder unerlaubte Werbung sind untersagt.
13. Keine Rechts-, Steuer-, Anlage- oder Finanzierungsberatung
DealFlow Schweiz stellt Kontakte, Informationen und strukturierte Vorqualifikationen bereit. Diese Leistungen sind keine Rechts-, Steuer-, Anlage-, Bewertungs-, Due-Diligence- oder Finanzierungsberatung und keine Empfehlung zum Abschluss einer Transaktion.
Mitglieder prüfen Opportunitäten eigenverantwortlich und ziehen für rechtliche, steuerliche, finanzielle und technische Fragen geeignete Fachpersonen bei.
14. Inhalte, Nutzungsrechte und geistiges Eigentum
Plattform, Gestaltung, Texte, Vorlagen, Struktur, Software und eigene Inhalte von DealFlow Schweiz sind geschützt. Mitglieder erhalten für die Vertragsdauer ein beschränktes, nicht übertragbares Recht zur bestimmungsgemässen Nutzung.
An eigenen eingereichten Inhalten behalten Mitglieder ihre Rechte. Sie räumen DealFlow Schweiz die zur Speicherung, Prüfung, anonymisierten Darstellung, Freigabe und Vermittlung erforderlichen Rechte ein.
15. Drittanbieter und technische Dienste
Für Authentifizierung, Hosting, Datenbank, Zahlungsabwicklung, E-Mail und weitere Funktionen können sorgfältig ausgewählte Drittanbieter eingesetzt werden, insbesondere Supabase, Vercel, Stripe und Resend. Deren Dienste können zusätzlichen Bedingungen und Verfügbarkeiten unterliegen.
DealFlow Schweiz bleibt für die eigene Leistung verantwortlich, haftet jedoch nicht für ausserhalb des kontrollierbaren Einflussbereichs liegende Störungen von Drittanbietern, soweit gesetzlich zulässig.
16. Datenschutz und Kommunikation
Personendaten werden gemäss der jeweils geltenden Datenschutzerklärung und dem anwendbaren Schweizer Datenschutzrecht bearbeitet. Transaktionale E-Mails zu Vertrag, Zahlung, Sicherheit, Verlängerung, Fristen und Zugang sind Bestandteil der Leistung und können nicht als Marketing abbestellt werden.
Newsletter und Marketingmitteilungen werden nur auf gesonderter Grundlage versendet und können jederzeit abbestellt werden.
17. Verfügbarkeit und Änderungen der Plattform
Eine unterbrechungsfreie Verfügbarkeit wird nicht garantiert. Wartung, Sicherheit, gesetzliche Anforderungen und technische Weiterentwicklung können vorübergehende Einschränkungen oder Funktionsänderungen erfordern.
Wesentliche dauerhafte Einschränkungen bezahlter Kernfunktionen werden angemessen kommuniziert. Gleichwertige oder sicherheitsbedingte Anpassungen begründen keinen automatischen Rückerstattungsanspruch.
18. Haftung
DealFlow Schweiz haftet für vorsätzlich oder grobfahrlässig verursachte direkte Schäden. Soweit gesetzlich zulässig, ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit, indirekte Schäden, entgangenen Gewinn, ausgebliebene Transaktionen, Daten aus Drittquellen und Entscheidungen von Mitgliedern ausgeschlossen.
Die Gesamthaftung aus einer Mitgliedschaft ist, soweit gesetzlich zulässig, auf die während der letzten zwölf Monate für die betroffene Mitgliedschaft bezahlten Gebühren begrenzt. Zwingende gesetzliche Haftung bleibt unberührt.
19. Sperrung und ausserordentliche Beendigung
Bei schwerem oder wiederholtem Verstoss gegen diese AGB, Sicherheitsvorgaben, NDA-Pflichten, Zahlungs- oder Compliance-Anforderungen darf der Zugang sofort eingeschränkt oder beendet werden. Wenn möglich, wird vorab eine angemessene Möglichkeit zur Behebung eingeräumt.
Eine sofortige Sperrung bleibt zulässig, wenn Daten, andere Mitglieder, Plattformintegrität oder gesetzliche Pflichten gefährdet sind.
20. Änderungen der AGB
Änderungen gelten für neue Verträge ab Veröffentlichung. Wesentliche Änderungen für laufende Mitgliedschaften werden vor ihrem Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Soweit erforderlich, wird eine erneute ausdrückliche Zustimmung eingeholt.
Die bei Vertragsschluss oder einer späteren Zustimmung akzeptierte Fassung bleibt mit Version und Hash nachweisbar.
21. Schlussbestimmungen
Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleiben die übrigen Bestimmungen wirksam. Eine unwirksame Regelung wird durch die gesetzlich zulässige Regelung ersetzt, die ihrem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.
Es gilt Schweizer Recht unter Ausschluss kollisionsrechtlicher Normen. Ausschliesslicher Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, Luzern, Schweiz.